Da wir heute relativ früh aus den Federn sind (Okay….na gut „Aus den Federn“ stimmt nicht ganz, hier gibt’s ja keine Federkissen etc) hatten wir die Möglichkeit mit einem Boot nach Rottnest Island zu fahren. Unglaublich…den 2. Weihnachtstag oder in Australien auch „Boxing Day“ genannt, feiern viele, vor allem junge Menschen, so wie wir den Vatertag oder den 1. Mai! Irgendwo hin, viel Party und Spass haben…!
Wir hatten heute also das Glück zu den 15 ausgewählten Personen unseres Hostels zu gehören, um nach Rottnest zu fahren. Was uns da erwartet hätten wir nie gedacht. Zunächst sind wir gegen 9.00Uhr morgens auf das Boot gegangen und haben erstmal das Boot beladen. Da konnte man dann schon ahnen welches Ausmaß der heutige Tag durchaus haben könnte und das unser Kasten (Box) Bier definitiv nicht genug ist.
Zweiter Hinweis auf einen besonderen Tag war die durchaus nicht mehr zulässige Personenanzahl auf dem Boot. Bei der Hafenausfahrt hatte sich möglichst jeder unter Deck zu verstecken, damit die patroulierende Hafenpolizei keinen Wind von den 60 anstatt 20 zugelassenen Passagieren bekommt. Auf offener See durften wir dann aber wieder aus unseren Verstecken kriechen und sind der Kontrolle sicherlich knapp entgangen. Auf Rottnest angekommen, hatten wir nicht nur schon zwei (kl) Bier auf sondern auch einen vollkommen offenstehenden Mund. In der besagten und bekannten Bucht standen mehr als 50 verschiedenste Boote. Einige groß, einige klein, einige mit Luft einige aus Stahl, einige mit Doppelmotor, einige mit Segelmast und einige sogar mit zwei Segelmasten. Wir haben unser Boot dann in die reihe der stärkeren und größeren Boote verankert. So gab es in der ganzen Bucht mehrere verschiedene Reihen zusammengetauter Boote, von groß bis klein.
Wie darf man sich das vorstellen? Schwierig zu erklären! Man durfte halt nun von Boot zu Boot hüpfen und überall dort Party machen wo man möchte. Gefiel einem die Mukke auf dem einen Boot nicht mehr, springt man einfach ins glasklare Wasser und schwimmt zur nächsten Reihe…oder einfach mal an den Strand. Ich kann auch hier wieder nur auf die Bilder verweisen!
Nach mehreren Stunde Party, viel Bier und anderen krassen Erfahrungen, ging der Tag leider so schnell rum und ratz fatz war es dunkel. Bleibt nicht aus, dass sich bei unserer Abfahrt natürlich noch eines der tausend Taue mit samt Anker in unseren Schiffschrauben verhakt hat. Also musste einer das Ding kappen uns es war schon dunkel. Uns ist aber nichts passiert und aufm Rückweg haben wir dann noch einen Abstecher zu Rottnest neuem Pub gemacht. Da hatten wir nicht nur wieder festen Boden unter den Füßen sondern auch das, von mir in der Holzfabrik für den Pub extra angefertigte HOLZ (Stolz). Dort durften wir dann bei Abschlussbier und Livemusik einen superinteressanten Tag verabschieden.
Aber wir waren ja noch nicht zu Hause…bei ca 20knoten Seegang und Meterhohen Wellen hatten wir dann noch die Heimfahrt vor uns. Schaukeln ist da eigentlich noch gar kein Ausdruck. Die meisten der 60 Passagiere haben sich draußen aufgehalten ;o) und sich das meiste vom Tag noch mal durch den Kopf gehen lassen.
Ich kann für mich behaupten, so einen krassen und besonderen 2. Weihnachtstag hatte ich in meinem Leben noch nie. Tolle Erfahrung und wer weiß…gerne wieder!
Gegen 24Uhr waren wir dann auch endlich, vollkommen fertig und platt zurück im Hostel. Im Bett fühlte sich immer noch alles wie Seegang an…links rechts links rechts!!!! Aber schlafen konnten wir schnell und gut ;o)
„Ge -shake- te“ Grüße Niiiiicooooo Freeeeeddyyyyy